Urs und Alice Rufer organisieren meistens zwei Reisen im Jahr für die AVIB. In diesem Frühjahr war die Idee, sich einer Reise von Gandia Tours anzuschließen. Urs hatte gehört, dass Rita und Roberto aus Moraira solche Reisen nach Morokko organisieren. Zufälligerweise hatte man noch ein paar Plätze frei und so konnten sich drei Paare von der AVIB dieser Reisegruppe anschließen. Rita hatte uns dann bald den genauen Reiseplan geschickt und ich hatte die Idee, daraus einen Reisebericht mit Fotos zu machen. Schon unterwegs aus Marokko hatte ich fast allabendlich diese Seite und vor allem das zugehörige Webalbum aktualisiert und Bilder hochgeladen, so dass "Daheimgebliebene" unsere Reise aktuell verfolgen konnten.
EXKLUSIVE
SONDERFAHRT NACH MAROKKO
vom 26. April bis 5. Mai 2010 (10 Tage)
Nur 14 km trennen Marokko im Norden bei Tanger von der spanischen Küste. An den quellenreichen Hängen des Riffs sind Dörfer und Städte von beträchtlicher Größe entstanden, darunter die großartigen Königsstädte Fez und Meknes an seinen südlichen Ausläufern. Auf den Hochebenen des Mittleren und des Hohen Atlas entwickelte sich nur spärlicher Bewuchs. Doch haben die Techniken der modernen Landwirtschaft die Fruchtbarkeit der Böden unter Beweis gestellt.
| Südlich
des Hohen Atlas wird der Einfluss der Sahara
spürbar. Bei Erfoud beginnt die Wüste, die einst als
Bindeglied zwischen dem Mittelmeerraum und Schwarzafrika von
bedeutenden Handelstraßen durchzogen war. Bis weit in die
Berge und
die abgelegenen Schluchten der Flüsse Dades und Todgha
klettern die Dörfer und festungsartigen Kasbahs der Berber. Fahrtstrecke: Tanger - Fez - Meknes - Erfoud - Ouarzazate - Marrakech - Casablanca - Rabat - Ceuta Insgesamt 2400 km in Marokko |
![]() |
Der König und sein Volk Unter Hassan II (reg 1961-99) wurde Marokko offiziell zu einer konstitutionellen Monarchie, doch bleibt der König das uneingeschränkte Oberhaupt des Landes. Nach plötzlichem Tod von Hassan II am 23. Juli 1999 bestieg dessen ältester Sohn den Thron als Mohammed VI. Historisch ist Marokko von einer arabo-berberischen Mischkultur geprägt. In den grossen Zentren, besonders den vier Köngstädten, Fez, Meknes, Rabat und Marrakesch entfaltete sich die maurisch-andalusische Kultur. Im Süden des Landes, entlang der so genannten Straße der Kasbahs, errichteten Berber jahrhundertelang Städte und Dörfer aus Lehm. |
Tag 1 – Moraira – Tanger
| Dieses mal fahren
wir ganz früh aus Moraira weg Richtung Costa
del Sol. In Tarifa wurde
eingeschifft auf die Fähre nach Tanger. Wir waren sehr zeitig
dort, aber es war sehr stürmisch. Deshalb musste der Bus noch
auf
die größere Fähre warten, während
die Personen
schon um 17 Uhr mit der Fähre fahren konnten. In Tanger haben
einige von uns am Abend noch einen Rundgang durch die Altstadt (Medina)
gemacht und am
nächsten Morgen gab es noch eine Stadtrundfahrt per Bus. Tanger, die "Weisse Taube" auf der Schulter Afrikas hat das Flair einer Weltstadt. Sie war schon in portugiesischen, spanischen und englischen Händen. Im 19. Jahrhundert haben die Franzosen die Stadt bombardiert. Im 2. Weltkrieg wurde die Hafenmetropole von Spanien besetzt und wurde nun nach Auflösung der Protektoratsverträge 1956 an Marokko zurückgegeben. Hier ein paar Fotos von Tanger und Umgebung. |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Die Fahrt nach Fez war lang - sehr lang. Dafür hatten wir allerdings den ganzen nächsten Tag Zeit für eine ausführliche Stadtbesichtigung, denn wir übernachteten zweimal in Fez.
Tag 2: Fahrt nach Fez, Tag 3: Fez Stadtbesichtigung
| Fez ist die
älteste und zugleich schönste der vier
marokkanischen Königsstädte und wurde von der Unesco
zum
Weltkulturerbe erklärt. Die größte Medina
des Landes
begeistert durch ihre labyrinthartigen Gassen, ihre lebendigen Souks.
Fez wird als Stadt des Kunsthandwerks durch Werkstätten und
Geschäfte geprägt. Wir werden das Christen- und das
Juden-Viertel besuchen und den Königspalast mit seinen 7
Türen anschauen. Obwohl die Türen des Konigspalastes
dem Touristen verschlossen bleiben, gibt schon die imposante Fassade
einen Eindruck von Pracht und Monumentälität der
Anlage. |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Unbedingt sehenswert ist die riesige Medina (Altstadt) von Fez mit ihren verschlungenen Gängen und den tausenden von Händlern. Es arbeiten allein 3000 Marokkaner als Händler in der Medina. | |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() Unser Reiseführer Salaheddin Lazrak verstand es immer wieder, uns zu einem Händler aus seiner Bekanntschaft oder Verwandschaft zu führen. So warenn wir bei einem Teppichhändler oder in einer Weberei (die nächsten zwei Bilder). Hier lernten wir auch das System des Handelns. Sie beginnen beim ersten Nennen des Preises mit einem "Mondpreis", der mindestens fünfmal höher liegt, als der niedrigste Preis, bis zu dem man herunterhandeln kann. Ich habe beispielsweise einen Kaftan gekauft: Anfangspreis (umgerechnet) 90 Euro, gekauft für 20 Euro. Verlauf des Handels: er 900 DH (= 90 Euro) - ich 100 - er 800 - ich 120 - er 700 - ich max. 150 - er 600 ... ich gehe - er kommt hinterher: OK aber 200. Naja ein echtes gutes Stück in Baumwolle mit Kapuze, das ist mehr wert als 20 Euro. Ich gebrauche ihn als "Morgenmantel". |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Tag 3 – Fez Abendprogramm
| Am Abend waren
wir bei unserem Reiseleiter Salaheddin LAZRAK zum Abendessen mit Show
eingeladen. Er hat acht Gästezimmer in seinem großen
Haus. Mehr dazu unter RIAD IBN KHALDOUN.
Herr Lazrak spricht übrigens sehr gut deutsch und noch viele
andere (sieben)
Sprachen. Er ist registrierter nationaler Reiseführer
für Marokko. |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Tag 4 – Meknes – Midelt – Erfoud
| Frühstück
und Abfahrt Richtung Meknes wo wir das Tor
von “Bab Al Mansour” und die gewaltigen Stadtmauer
anschauen. Meknes hat seine Blüte unter dem zweiten
Herrscher der Alaouiten-Dynastie, Moulay Ismael erlebt, welcher Meknes
zur Hauptstadt machte. |
|
![]() |
![]() |
| Weiterfahrt nach Midelt.
Das kleine Bergwerksstädtchen,
zwischen Ausläufern des Mittleren und Hohen Atlas gelegen,
entstand zu Beginn des 20. Jh als Garnisonsort der Franzosen.
Weiterfahrt nach Erfoud am Rand der Wüste. Erfoud ist umgeben von tausenden von Dattelpalmen. Der Prophet Mohammed pflegte im Ramadan das Fasten nach Sonnenuntergang mit Datteln und Milch zu brechen. Noch heute zählt die Frucht der Dattelpalme aufgrund ihres hohen Zucker- und Eiweißgehalts im arabischen Raum zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Nach dem Abendessen wurde noch ein kleines "Kostümfest" veranstaltet. |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Tag 5 – Wüste – Tinerghir – Ouarzazate
| Wer früh
aufstehen wollte, konnte an einem Ausflug in die Wüste
teilnehmen. Wir fuhren zunächst in 4 Jeeps (in einem
"Affenzahn") 60 km durch die Wüste bis zu den Dünen von Merzouga.
Einige von uns ließen sich dann auf einem Kamel (eigentlich
Dromedar) etwa 1 km in die Dünen tragen, um dort auf den
Sonnenaufgang zu warten. |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| weitere Fotos im Webalbum | |
| An diesem Tag
fuhren wir nach Tinerghir und konnten die
schönen Landschaften von “Las Gargantas del
Todra” und “Valle del Dades” bewundern.
Fahrt über Tenerghir zur Dades Schlucht. Die Dades
Schlucht ist reich an Farbkontrasten. |
|
![]() |
![]() |
Hier befinden wir uns schon auf der Route der Kasbahs. Die Straße der Kasbahs zählt zu den interessantesten und beliebtesten Reisezielen Marokkos. Die schönsten Kasbahs liegen südlich des Hohen Atlas an den Flussläufen des Dades und des Dra. Die Kasbahs wurden damals von der Berbern aus Lehm gebaut. |
|
![]() |
![]() |
| Mehr Bilder im Webalbum | |
Ankunft in Ouarzazate, gelegen am Zusammenfluss von “Oued Dades” und “Oued Dra”. |
|
Tag 6: Ouarzazate
| Die moderne
Ansiedlung, 1928 als französische Garnison
gegründet, erstreckt sich auf einem Hochplateau vor der
beeindruckenden Kulisse des Hohen Atlas. Besichtigung der Kasbah
(Weltkulturerbe) und Vorbeifahrt an den Filmstudios von Ouarzazate. |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Mehr Bilder im Webalbum | |
Noch Tag 6: Ait Ben Haddou
| Etwa 30 km von
Ouarzazate erhebt sich “Ait Ben
Haddou”, der wohl eindrucksvollste Kasbah Marokkos. In den
letzten Jahrzehnten war er mehrfach Kulisse für historische
Filme. Die vom Verfall bedrohten Lehmbauten wurden 1987 von der Unesco
zum Weltkulturerbe aufgenommen und konnten so teilweise restauriert
werden. |
|
![]() |
![]() |
| Auch hier wieder kannte unser Reiseleiter S. Lazrak einen Einwohner, zu dem wir in sein Haus eingeladen wurden und bei einem Tee etwas mehr über "Allah" und das Leben der Moslems in der Familie erfuhren. | |
| Mehr
Bilder im Webalbum |
|
| Weiterfahrt nach Marrakech, die
“Perle des
Südens” genannt. Marrakesch ist eine pulsierende
orientalische Metropole, die auf Besucher eine unwiderstehliche
Faszination ausübt. Noch am Abend nach dem
Abendessen nahmen wir an einer Kutschfahrt durch Marrakech teil und
besuchten die Feier zum 1. Mai auf dem Platz der Gaukler. |
|
![]() |
![]() |
Tag 7 – Marrakech
| Frühstück
und Besichtigung der Stadt. Das Wahrzeichen
der Stadt ist das Minarett der Koutoubia- Moschee (Zwilling von dem
Giralda Turm in Sevilla). Andere Höhepunkte sind die
Gräber der sieben Sultanen der Saadier-Dynastie und
der “Palast de la Bahia”. Hier ein paar
Bilder von der Stadtbesichtigung. |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Aber Marrakech
ist vor allem bekannt wegen seinem “Djemaa el
Fna” Platz. Wer den berühmten Platz im Herzen von
Marrakesch besucht, sollte Augen, Nase und Ohren aufsperren. Wir waren
ja schon am Abend des 1. Mai mit Pferdekutschen dort. Der Platz war
aber regelrecht
überfüllt. Deshalb waren einige von uns am
nächsten Tag
dort, um sich das Spektakel der Gaukler anzuschauen. Hier eine Auswahl
von Fotos. |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Mehr Bilder im Webalbum | |
| Am Abend besuchten wir die “Fantasieshow” (Show mit Abendessen). | |
![]() |
![]() |
Tag 8 – Casablanca – Rabat
| Frühstück
und Weiterfahrt nach Casablanca . Hier
befindet sich das Bauwerk der Superlative. Hassan II setzte sich mit
der Errichtung der nach ihm benannten Moschee ein großartiges
Denkmal.
Casablanca ist heute das Wirtschaftszentrum des Königreiches
und die größte und modernste Stadt des Landes. |
|
![]() |
![]() |
| Mehr Bilder im Webalbum | |
Tag 9 und 10 – Rabat – Ceuta – Torremolinos - Moraira
| Frühstück.
Unser letzter Tag in Marokko. Besichtigung
der Landeshauptstadt Rabat,
dem offiziellen Wohnsitz des Königs
mit
Außenansicht des Königspalastes und Besichtigung des
Mausoleums Mohammed V. Hier bekamen wir einen zusätzlichen
lokalen Stadtführer. |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Mehr
Bilder
im Webalbum Weiterfahrt Richtung Ceuta wo wir wieder einschiffen Richtung Spanien. |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Auf der Fahrt
zwischen Ankunftshafen Algeciras und dem ersten Rastplatz hatten wir
noch ein besonderes "Erlebnis", ein blinder
Passagier.
Während der Durchfahrt in einem Tunnel klopfte es
plötzlich
sehr laut von unten. Pepe hielt am Randstreifen hinter dem Tunnel an.
Einige von uns bemerkten einen jungen Mann neben dem Auto, der
fröhlich winkte und schnell auf die andere Seite der Autobahn
lief, wo ein blinkendes Pannenfahrzeug hielt. Er hatte sich wohl
"irgendwie" unter dem Bus auf der Hinterachse versteckt. |
|
| Wir haben dann in
der
Umgebung
von Torremolinos
in einem (sehr guten) 3-Sterne-Hotel übernachtet. Dort
gab es nach dem wirklich sehr guten Abendessen noch eine nette
Animation mit Tanz. |
|
![]() |
![]() |
| Mehr Bilder im Webalbum | Kommentar des Fahrers (Polizisten): "No pasa nada" |
![]() |
Sie finden alle
Bilder in hoher Qualität in meinem Picasa Webalbum. (Klicken Sie auf das Bild, wenn es zu sehen ist!) Ich habe das Album als "öffentlich" freigegeben. Falls jemand ein Bild mit seiner Person dort nicht freigeben möchte, kann ich es löschen. Bitte E-Mail! Tipps zum Webalbum: Gehen Sie im Webalbum am besten auf "Diaschau", wenn Sie die Bilder in voller Größe sehen möchten. Stellen Sie dann aber die Zeit für ein Bild (Mauszeiger bewegen und auf + klicken) auf mindestens 6 Sekunden, damit genug Zeit bleibt, bis das Foto volle Schärfe erreicht hat. Zum Herunterladen und Anzeigen der Bilder mit Untertiteln sollte man das Programm Picasa 3 auf seinem PC haben. Man kann es kostenlos bei Google herunterladen. http://picasa.google.de/ |
| 2010 Marokko Auswahl | |
Uns (Brigitta und mir) hat diese Reise sehr gut gefallen und besonders die ausführlichen "Vorträge" während der langen Busfahrten von S. Lazrak über das Leben der Moslems - speziell seiner Familie - in Marokko. Ich habe nun ein "total" anderes Bild von den Moslems in Marokko. Übrigens fühlten wir uns bei unseren Alleingängen durch die Innenstädte niemals irgendwie bedroht - nur belästigt durch "kleine Händler", die irgendetwas immer für 1 Euro verkaufen wollten. Sie dürfen ja nicht betteln, also "verkaufen" sie etwas. |
|
Rita, vielen Dank für die gute Vorbereitung und Durchführung dieser Reise! Eckart Moltrecht
Über Reaktionen auf diese Website freue ich mich. E-Mail:
![]() |
![]() |
Zu Eckarts privater Homepage (Amateurfunk)
Wir vermieten unser Ferienhaus in Röbel/Müritz (Mecklenburgische Seenplatte)








































































