"Geheimtipp": Jérica und Umgebung


Wochenende im Casa Rural Sharíqua

Anna Ern vom Casa Rural Sharíqua schreibt: Wir meinen, dass unsere von Bergen, Tälern, Bächen, Landwirtschaft und kleinen Örtchen geprägte Gegend noch ein kleiner Geheimtipp vor allem für jene ist, die gern wandern, Fahrrad oder Motorrad fahren, kleine Dörfer erkunden ... 

Karte Valencia karte

Diesen "Geheimtipp" wollten wir uns mal ansehen und ein "Wochenende" dort verbringen. Von Benitachell (Cumbre del Sol) nach Jérica fuhren wir via Autobahn AP7 an Valencia vorbei bis Sagunto und von dort über die A23 bis zur Abfahrt 42 Jérica, insgesamt 200 km.

Foto: Eckart Moltrecht Foto: Eckart Moltrecht

Das kleine "Landgasthaus" mit nur vier Doppelzimmern liegt am Hang gegenüber dem Ort Jérica. Das Foto rechts zeigt den Ort als Sicht vom Balkon. Jérica selbst ist sehenswert. Rechts ein paar Eindrücke. Der Turm ist übrigens der weit von der Kirche abgesetzte Glockenturm :-).


Foto: Eckart Moltrecht Foto: Eckart Moltrecht

Als erstes wollten wir eine "anständige" Wanderung machen. Frau Anne Ern, die Gastgeberin, ist Deutsche. Sie zeigte uns anhand ihrer vielen Prospekte (teils in deutscher Sprache), welche Möglichkeiten wir hätten. Wir haben uns für die "spektakuläre" Bergwanderung in Montanejos entschieden. Dazu mussten wir etwa 30 Minuten in Richtung Norden fahren und lernten so die schöne Umgebung auf der neu ausgebauten, aber kurvenreichen Strecke kennen. Das wäre sicher ein interessantes Ausflugsziel für Urs und Alice mit ihrem Motorrad.

Foto: Eckart Moltrecht Foto: Eckart Moltrecht

Der gut weiß-grün markierte Wanderweg führt auf die eine Seite des tiefen Tals, zunächst relativ steil bergauf, immer durch Wald, also auch gut für Wanderungen im Sommer. Von oben schaut man tief in ein Tal und auf die gegenüber liegende "Kletterwand". Zwischendurch kommt man zu einem Bach, an dem man sich im Sommer gut erfrischen könnte und auf der anderen Seite des Tals zu einer riesigen Höhle. 

Noch ein wenig bergab und wir kamen zum Fluss Rio Mijares, der immer 22 bis 24 Grad haben soll. Das Wasser fühlte sich jetzt Mitte März auch ziemlich warm an, aber baden wollten wir bei "nur" 18 Grad Außentemperatur dann doch nicht.

Foto: Brigitta Moltrecht Foto: Eckart Moltrecht

Zurück im Casa Rural Sharíqua machten wir es uns am warmen Ofen im "Kaminzimmer" gemütlich und genossen dort das hervorragende Abend-Menü. Wer hier übernachtet, sollte diese Möglichkeit zu speisen unbedingt nutzen. Das "Kaninchen" frisch aus der Pfanne hat nicht nur gut geschmeckt, sondern war wirklich reichlich (Wir haben es nicht geschafft.). Für das Essen im Haus muss man sich aber vorher anmelden und die zwei Personen müssen auch das gleiche Gericht bestellen.

Foto: Eckart Moltrecht 03/2011 Foto: Eckart Moltrecht

Den nächsten Tag nutzten wir, um auf der Rückfahrt noch die ganze Umgebung kennenzulernen. Wir fuhren zunächst über Viver und Toras nach Bejís, wo wir das römisches Aquädukt (Nationaldenkmal) besichtigten.

Foto: Eckart Moltrecht 03/2011 Foto: Eckart Moltrecht

Von dort fuhren wir in die Nähe der Quellen des Rio Palancio nach El Molinar, und zurück dann immer "am Fluss entlang"  über Teresa, Viver, Jérica ...


Foto: Eckart Moltrecht Foto: Eckart Moltrecht

... zur Talsperre "Regajo", über Navajas nach Segorbe, wo wir uns ein wenig stärkten. 

Foto: Eckart Moltrecht Foto: Eckart Moltrecht

Dann fuhren wir über Castellnovo die kurvenreiche Strecke Richtung Ain zum Korkeichenwald. Anna Ern gab uns vorher noch den Tipp, die kurvenreiche Strecke bis praktisch zum Pass (Nähe Kilometer 12) und dann links in eine unbefestigte Straße und dann diesen steilen Weg hinunter zu einem kleinen Parkplatz zu fahren. Von dort führt en Pfad (grün-weiß gekennzeichnet) in den eigentlichen Korkeichenwald.

Foto: Eckart MoltrechtWenn ihr mal ein "besonderes Wochenende" abseits vom Touristen-Trubel erleben wollt, kann ich das Casa Rural Sharíqua in Jérica als Ausgangspunkt sehr empfehlen. Als "Wochenende" würde ich allerdings nicht Samstag / Sonntag nehmen, sondern eher Sonntag / Montag, wie wir es gemacht haben.

Bericht und Fotos: Eckart Moltrecht, März 2011